Was bedeutet Fairer Handel?

Der Faire Handel als Begriff ist vielen bekannt. Die meisten haben eine grobe Vorstellung davon, was sich dahinter verbirgt und in welchem Zusammenhang er in unserer heutigen globalisierten Welt einzuordnen ist. Allerdings tauchen immer wieder Unsicherheiten auf. Was unterscheidet den Fairen Handel von unserer konventionellen Wirtschaftsweise? Auf welche Siegel und Zeichen kann ich mich verlassen, wenn ich zum Beispiel Lebensmittel kaufen möchte? Wo kann ich fair zertifizierte Produkte kaufen?
Damit Sie wissen, auf welche Zeichen und Siegel Sie sich beim Kauf von fair gehandelten Produkten verlassen können, möchten wir an dieser Stelle Licht ins Dunkel bringen. Wir stellen Ihnen den Fairen Handel, so wie wir in als Fairtrade Town Steuerungsgruppe Münster verstehen, kurz und knapp vor. Zudem gibt das Forum Fairer Handel eine empfehlenswerte Zusammenfassung zu Akteuren, Kriterien und Wirkungen des Fairen Handels unter www.forum-fairer-handel.de:

Definition des Fairen Handels
Im Jahr 2001 haben sich vier internationale Dachorganisationen des Fairen Handels (FLO, IFAT, NEWS! Und EFTA) auf folgende gemeinsame Definition verständigt:

 „Der Faire Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzent*innen und Arbeiter*innen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit Verbraucher*innen) für die Unterstützung der Produzent*innen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels.“

Akteure im Fairen Handel
Am Anfang der Kette stehen Kleinproduzent*innen und Arbeiter*innen vornehmlich im Globalen Süden. Im Fairen Handel geht es um die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen.  Importeure kaufen zu fairen Bedingungen die Produkte von den Produzent*innen bzw. von ihren Vermarktungsorganisationen. Dabei handelt es sich entweder um Fair-Handels-Importeure, die ausschließlich im Fairen Handel aktiv sind, oder um konventionelle Unternehmen, die einzelne fair gehandelte Produkte anbieten und dabei die Standards der anerkannten Siegelorganisationen  beachten. Der Vertrieb in Deutschland erfolgt über Weltläden, Bioläden, über den konventionellen Einzelhandel, über Online-Shops und in zunehmendem Maße auch über die Gastronomie.

TransFair-e.V.-Jakub-Kaliszewski

Wie erkenne ich fair gehandelte Produkte?
Es gibt eine Faustregel, die Ihnen dabei helfen kann: Produkte aus Fairem Handel erkennen Sie am Verkauf in Weltläden, an den Marken anerkannter Fair-Handels-Importeure, an dem Label der World Fair Trade Organization (WFTO) und an den anerkannten Produktsiegeln des Fairen Handels.

Dabei sind folgende Siegel gute Erkennungsmerkmale für anerkannte fair zertifizierte Produkte. An diesen können Sie sich orientieren:

Dachorganisationen und Weltläden

                                               Internationale Dachorganisation WFTO

                            Weltladen, altes Logo

                             Weltladen, neues Logo

 

Fair-Handels-Importeure

  Anerkannte Fair-Handels-Importeure

Produktsiegel

                                                              Naturland Fair

                                                            Fairtrade

                                                            fair for life

                                                 ECOCERT